Warum jetzt
Das Pflegesystem
verlagert sich leise in die Wohnzimmer.
In der Schweiz vollziehen sich vier Entwicklungen gleichzeitig. Für sich allein ist keine davon neu – gemeinsam verändern sie grundlegend, wer die Pflege tatsächlich leistet.
01Immer mehr Menschen benötigen Pflege und möchten zu Hause bleiben
Die ältesten Altersgruppen in der Schweiz wachsen schneller als alle anderen, und die grosse Mehrheit möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben.
Quelle: BFS, Bevölkerungsstand nach Alter · Pro Senectute, Betreuung · VASOS, Angehörigenpflege
02Pflege verlagert sich bereits weg von Institutionen
Die Hilfe und Pflege zu Hause erreichte in der Schweiz 2024 einen Höchststand: 25,6 Millionen Pflegestunden für rund 424’000 Personen – etwa 10% mehr als im Vorjahr und der stärkste Anstieg seit 2011. Das Bundesamt für Statistik führt diesen Zuwachs massgeblich auf die steigende Zahl pflegender Angehöriger zurück, die bei Organisationen angestellt sind.
03Es fehlen Fachpersonen, um diesen Bedarf aufzufangen
Der Mangel an Pflegefachpersonen ist belegt und politisch anerkannt. 2021 hat das Schweizer Stimmvolk die Pflegeinitiative angenommen – eine verfassungsrechtliche Antwort auf diese Herausforderung.
Quelle: BAG, Umsetzung von Art. 117b BV
04Familien fangen die Lücke auf – bisher ohne passende Werkzeuge
Die unbezahlte Betreuung durch Angehörige ist eine der tragenden Säulen des Schweizer Gesundheitswesens – und zugleich eine der am wenigsten sichtbaren. Investitionen in Digital Health flossen bisher vor allem in Spitäler, Dokumentationssysteme und Behandelte. Pflegende Angehörige wurden dabei meist umgangen, statt mitgedacht zu werden.
Quelle: BAG, Betreuende und pflegende Angehörige · BAG, Finanzielle Absicherung (PDF)
**Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus öffentlich zugänglichen Schweizer Statistiken und sind direkt mit den entsprechenden Quellen verlinkt.